20 Jahre Jugendarbeit – Platz da! es wird gefeiert

24. Juni 2026
Die Jugendarbeitsstelle Stans blickt auf eine vergleichsweise junge, aber dynamische Geschichte zurück. Vor 20 Jahren wurde sie von der Gemeinde ins Leben gerufen, nachdem eine umfassende Analyse gezeigt hatte, dass ein wachsender Bedarf an professioneller Jugendarbeit besteht.

von Gabriela Zumstein

Von Beginn an war das Ziel klar definiert: Jugendlichen eine niederschwellige Anlaufstelle zu bieten, sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen und ihre Mitwirkung am Gemeindeleben zu fördern. Anfänglich nahm sich ein Verein dieser Aufgabe an, jedoch merkte man rasch, dass professionelle Unterstützung erforderlich war. Nach einer Pilotphase wurde die Jugendarbeitsstelle fest in der Gemeindeorganisation verankert. «Die Jugendlichen finden hier einen Ort, wo ihnen zugehört wird und wo sie sich frei entfalten können, ohne Leistung erbringen zu müssen», so Markus Elsener, Mitinitiator und «Mann der ersten Stunde».

Mit statt für
In den folgenden Jahren passte sich die Jugendarbeit kontinuierlich den Bedürfnissen der jungen Bevölkerung an. Statt Angebote für Jugendliche zu entwerfen, werden diese heute zusammen mit den Jugendlichen entwickelt. Inzwischen ist die frühere Jugendarbeitsstelle Teil der Abteilung Soziokultur geworden und bildet dort einen zentralen Pfeiler. Die Soziokultur unterstützt die Vernetzungsarbeit in der Gemeinde, indem sie die Generationen zusammenbringt. Beispiele sind die Sackgeld-Jobbörse, das Handycafé oder der Eichlipark. «In Zeiten von Social Media und der Dominanz des Handys sind reale zwischenmenschliche Kontakte und analoge Gespräche umso wichtiger geworden», ist Markus Elsener überzeugt. Auch viele Stanser Vereine leisten mit ihren Jugendabteilungen einen wichtigen und sehr wertvollen Beitrag zur Jugendarbeit. Jährlich gibt es einen Austausch mit den Vertretungen der Vereine, um aktuelle Themen zu besprechen, sich zu vernetzen und zu unterstützen.

Geburtstag auf dem Dorfplatz
Im Rahmen von «Platz da!» wird das 20-Jährige gebührend gefeiert. Am Sonntag, 23. August, zwischen 16 und 20 Uhr stellen sich das Team der Soziokultur sowie Mitglieder der Jugendkommission und des Gemeinderates der Bevölkerung vor. Im Zentrum steht unter anderem die Präsentation der neuen Abteilung «Soziokultur». Fragen wie: «Was bedeutet Soziokultur? Was machen die? Wer sind die? Für wen sind die da?» werden beantwortet. Zudem erwartet die Besuchenden ein abwechslungsreiches Programm mit Verpflegung vom Feuer, einem Podiumsgespräch, einem Postenlauf, Begegnungsmöglichkeiten und verschiedenen Auftritten von Jugendlichen.

Eichli-Lädeli: mit Jugendlichen für Jugendliche. (Bild: zVg)
Eichli-Lädeli: mit Jugendlichen für Jugendliche. (Bild: zVg)