Weiter nichts als nur Musik, Musik, Musik
von Christian Hug
Bald sind wieder Stanser Musiktage (SMT), und Freude herrscht! Denn Musiktage, das heisst: fünf Tage tolle Musik aus der ganzen Welt, Neugier, tanzen, zuhören. Musiktage heisst aber auch: fünf Tage tolles Essen aus aller Welt, «kennigi Leyt», Party und die Verheissung von Frühling, weil die SMT immer eine Woche nach Ostern stattfinden. Auch schön: Endlich ist das Plakat zum Festival wieder auf den ersten Blick klar verständlich, oft waren die ja zwar Kunst, aber leider kaum lesbar. Vor allem Gäste von ausserhalb der Region werden das zu schätzen wissen. Und am schönsten: Dieses Jahr finden die Musiktage zum dreissigsten Mal statt. Ein Jubiläum, auf das Stans stolz sein darf, vor allem in der heutigen Post-Corona-Zeit, da Live-Konzerte und Nachtleben beim Publikum einen schwereren Stand haben als auch schon.
Tolle Konzerte
Ein Blick auf den aufgefalteten Festivalprospekt zeigt: Musikalisch geht’s auch dieses Jahr wieder rund, und vor allem scheinen sowohl Haupt- als auch Rahmenprogramm wie ein Versprechen für wunderbare musikalische Entdeckungsreisen. Zum Beispiel das kongolesische Sextett Fulu Miziki, das Instrumente und Kostüme aus weggeworfenen Dingen selber herstellt. Oder die in Strassburg beheimatete Band Las Baklavas, die Multikulti in Lebensfreude umwandelt. Der grossartige Jazzpianist Nik Bärtsch ist wieder mal in Stans, diesmal mit Ronin und Simon Felber. Der Luzerner Jazzgitarrist Christy Doran tritt mit dem indischen Tablaspieler Imran Khan auf. Der brasilianische Pianist Amaro Freitas spielt Jazz, der Schweiz-Marokkaner Sami Galbi macht Breakbeats, und, und, es ist eine Freude. Sogar der Jodlerklub Wiesenberg wird dabei sein, ebenso wie das Volksmusikduo Nadja Räss und Rita Gabriel – bloss die Weidli-Band, die sonst immer am Samstagnachmittag auf dem Dorfplatz auftritt, die fehlt, was aber nicht am OK der SMT liegt.
Viel Spannendes drumherum
Auch in den vielfältigen Angeboten über das Live-Programm hinaus geht es hauptsächlich um Musik. Zum Beispiel in der erstmaligen Vinyl-Börse im «Esszimmer» am Rand des Dorfplatzes, im Arvore-Podcast oder in den Diskussions-Podien zum Jubiläums-Thema «Zwischen Kontinuität und Veränderung». Gut so! Da freuen wir uns grad doppelt auf die SMT 2026.