«Weltjugendtag» in Stans: Wenn Glaube groovt
von Delf Bucher
Eine dreitägige Glaubensparty, so sagt Adrian Murer, findet vom 12. bis 14. Juni in Stans statt. Der offizielle Name des Events lautet Deutschschweizer Weltjugendtag (WJT). Wenn alle so begeistert von diesem Treffen katholischer junger Menschen zwischen 15 und 35 Jahren sind wie Murer, sollte sich seine Progno se bewahrheiten: «Mit 500 Teilnehmen den rechne ich ganz sicher.» Adrian Murer ist der örtliche OK-Präsident und setzt zusammen mit über 40 Helferinnen und Helfern viele Stunden ein, damit es von der Technik über die Logistik bis hin um Sponsoring klappt, dieses Glaubensfestival auf die Beine zu stellen. Vor zehn Jahren wurde seine Begeisterung für den katholischen Megaevent bei einem nationalen Anlass in Muri geweckt. Danach reihte sich eine ganze Reihe nationaler und Deutschschweizer WJTs an, von Chur über Schaffhausen bis Fribourg. «Aber das ganz Besondere sind unsere Internationalen Treffen», sagt er und erzählt begeistert weiter: «Da kommt wirklich die Welt von den Philippinen bis Peru zusammen.» 2023 hat er in Lissabon erlebt, wie sich Ukrainer und Russen ohne Hass und negative Gefühle begegnen konnten.
Aber zurück nach Stans, wo nicht der Papst seine Aufwartung macht, sondern immerhin der Bischof von Chur, Joseph Maria Bonnemain, sowie der Jugendbi schof Alain de Raemy. Ganz neue Töne mit modernen Lobpreisliedern werden im Kirchenraum der Pfarrkirche erklingen. Auch wenn die Nächte nach Rap und Disco vielleicht kurz sind, soll eine ganz neue Energie spürbar werden. Die Mischung macht's Die Mischung macht's: beten, meditieren, diskutieren und abtanzen. Diese Pendelbewegung zwischen spiritueller Sinnsuche und Spass zeichnet die Glaubensparty aus. Workshops sorgen für neue Glaubensimpulse und der Geist der Gastfreundschaft für gute Stimmung. Denn in ganz Nidwalden werden Haushalte gesucht, die die Angereisten beherbergen. Da kommt nun auch Markus Leuthold, Jugendseelsorger der Pfarrei Stans, ins Spiel. Als Koordinator hat er die anderen Kirchgemeinden aufgerufen, für die gastfreundliche Aufnahme der Jungen zu werben. Auch bei der Immobilienverwaltung der Gemeinde Stans hat er angeklopft, damit die Turnhallen für die Gäste offenstehen. Und an jenem Wochenende ist das halbe Steimättli autofrei – auf Bühne und in Zelten wird das bunte Leben dominieren.