«Diese Werte sollen auch in zehn Jahren gelebt werden»

26. August 2026
Die Stiftung Weidli Stans feiert ihr 25-Jahr-Jubiläum. Mit der Eröffnung der neuen Werkstätte erreicht sie gleichzeitig einen weiteren Meilenstein ihrer Geschichte. Geschäftsführer Markus Knupp blickt im Interview zurück und wagt einen Blick in die Zukunft.

Interview: Mauro Truttmann

Markus Knupp, die Stiftung Weidli Stans feiert ihr 25­Jahr­Jubiläum. Was bedeutet Ihnen dieses Jubiläum persönlich?
Markus Knupp: Seit 17 Jahren darf ich Teil dieser Geschichte sein. Dafür bin ich sehr dankbar. Die Stiftung ist zwar erst 25 Jah­re alt, ihre Wurzeln reichen aber bis zur Gründung der heilpädagogischen Werk­statt im Jahr 1964 zurück. Die Fusion der heilpädagogischen Werkstatt und «Behin­dertenwohnen Nidwalden» im Jahr 2001 war mutig, aber richtig. Heute begleiten wir Menschen beim Wohnen, Arbeiten und in der Freizeit. Das ist eine sinnstif­tende, aber anspruchsvolle Aufgabe.

Inwiefern war die Entscheidung mutig?
Mit der Zusammenführung kamen Ver­änderungen. Die Angestellten der heil­pädagogischen Werkstatt waren zuvor beim Kanton angestellt und mussten neue Konditionen akzeptieren.

Mit dem Jubiläum wird auch die neue Werkstätte gefeiert. Welche Möglichkeiten eröffnet der Neubau?
Am bisherigen Standort fehlten Entwick­lungsmöglichkeiten. Der Neubau bietet moderne Infrastruktur, optimierte Logistik und zeitgemässe Arbeitsbedingungen. Be­sonders sichtbar ist dies in der Wäscherei: Statt rund 250 Kilogramm kann zukünftig bis zu einer Tonne Wäsche pro Woche ver­arbeitet werden. Dadurch konnten auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Stiftung Weidli entwickelt sich kontinuierlich weiter. Welche Meilen­steine haben die Stiftung aus Ihrer Sicht besonders geprägt?
Die Fusion im Jahr 2001, die Gründung der Tagesstätte, die Einführung der funktionalen Gesundheit 2007 und die Namensänderung zur Stiftung Weidli Stans 2009 gehören zu den wichtigsten Meilensteinen. Besonders wichtig ist für mich aber, dass wir unsere Angebote und Hilfsmittel laufend weiterentwickeln. Stolz bin ich zudem auf die Kontinuität: Seit 2013 gab es in der Geschäftsleitung lediglich zwei Wechsel – beide aufgrund von Pensionierungen.

Wo soll die Stiftung Weidli in zehn Jahren stehen?
Ich wünsche mir, dass die Stiftung ihr gutes Image bewahrt, innovativ bleibt und sich weiterentwickelt. Vertrauen, Respekt, Wertschätzung und Kontinui­tät sollen weiterhin gelebt werden. Un­sere Angestellten sollen gerne zur Arbeit kommen und unsere Kundinnen und Kunden zufrieden sein.

Am 19. September lädt die Stiftung zum Tag der offenen Türen ein. Worauf dürfen sich die Gäste freuen?
Der Anlass beginnt um 9.30 Uhr mit Ansprachen von Regierungsrat Peter Truttmann und Stiftungsrat Thomas Hochreutener. Anschliessend können die Besucherinnen und Besucher die Tagesstätte und die neue Werkstätte besichtigen. Rundgänge, Verpflegung im Café und Bistro sowie Angebote für Kin­der runden das Programm ab.

25-Jahr-Jubiläum und neue Werkstätte für die Stiftung Weidli Stans. (Bild: Stiftung Weidli Stans)
25-Jahr-Jubiläum und neue Werkstätte für die Stiftung Weidli Stans. (Bild: Stiftung Weidli Stans)