«Diese Werte sollen auch in zehn Jahren gelebt werden»
Interview: Mauro Truttmann
Markus Knupp, die Stiftung Weidli Stans feiert ihr 25JahrJubiläum. Was bedeutet Ihnen dieses Jubiläum persönlich?
Markus Knupp: Seit 17 Jahren darf ich Teil dieser Geschichte sein. Dafür bin ich sehr dankbar. Die Stiftung ist zwar erst 25 Jahre alt, ihre Wurzeln reichen aber bis zur Gründung der heilpädagogischen Werkstatt im Jahr 1964 zurück. Die Fusion der heilpädagogischen Werkstatt und «Behindertenwohnen Nidwalden» im Jahr 2001 war mutig, aber richtig. Heute begleiten wir Menschen beim Wohnen, Arbeiten und in der Freizeit. Das ist eine sinnstiftende, aber anspruchsvolle Aufgabe.
Inwiefern war die Entscheidung mutig?
Mit der Zusammenführung kamen Veränderungen. Die Angestellten der heilpädagogischen Werkstatt waren zuvor beim Kanton angestellt und mussten neue Konditionen akzeptieren.
Mit dem Jubiläum wird auch die neue Werkstätte gefeiert. Welche Möglichkeiten eröffnet der Neubau?
Am bisherigen Standort fehlten Entwicklungsmöglichkeiten. Der Neubau bietet moderne Infrastruktur, optimierte Logistik und zeitgemässe Arbeitsbedingungen. Besonders sichtbar ist dies in der Wäscherei: Statt rund 250 Kilogramm kann zukünftig bis zu einer Tonne Wäsche pro Woche verarbeitet werden. Dadurch konnten auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die Stiftung Weidli entwickelt sich kontinuierlich weiter. Welche Meilensteine haben die Stiftung aus Ihrer Sicht besonders geprägt?
Die Fusion im Jahr 2001, die Gründung der Tagesstätte, die Einführung der funktionalen Gesundheit 2007 und die Namensänderung zur Stiftung Weidli Stans 2009 gehören zu den wichtigsten Meilensteinen. Besonders wichtig ist für mich aber, dass wir unsere Angebote und Hilfsmittel laufend weiterentwickeln. Stolz bin ich zudem auf die Kontinuität: Seit 2013 gab es in der Geschäftsleitung lediglich zwei Wechsel – beide aufgrund von Pensionierungen.
Wo soll die Stiftung Weidli in zehn Jahren stehen?
Ich wünsche mir, dass die Stiftung ihr gutes Image bewahrt, innovativ bleibt und sich weiterentwickelt. Vertrauen, Respekt, Wertschätzung und Kontinuität sollen weiterhin gelebt werden. Unsere Angestellten sollen gerne zur Arbeit kommen und unsere Kundinnen und Kunden zufrieden sein.
Am 19. September lädt die Stiftung zum Tag der offenen Türen ein. Worauf dürfen sich die Gäste freuen?
Der Anlass beginnt um 9.30 Uhr mit Ansprachen von Regierungsrat Peter Truttmann und Stiftungsrat Thomas Hochreutener. Anschliessend können die Besucherinnen und Besucher die Tagesstätte und die neue Werkstätte besichtigen. Rundgänge, Verpflegung im Café und Bistro sowie Angebote für Kinder runden das Programm ab.