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09.09.2010 20:03:40


Termine / Aktuelles



Genossenkorporation Stans, Postfach 421, 6371 Stans
    
   

  

2011

MO, 11. April 2011Aktenauflage für Genossengemeinde (19.00 - 21.00 Uhr, Hotel Engel)
DO, 14. April 2011Genossengemeinde im Hotel Engel (20.00 Uhr)
SA, 16. April 2011Austeilen des Genossennutzen (09.00 - 12.00 Uhr, Genossenstube)
MI, 18. Mai 2011Bittgang nach Maria Rickenbach (06.00 Uhr)
DO, 31. Mai 2011Jahresgedächtnis der Genossenkorporation (08.00 Uhr)
DO, 31. Mai 2011Bittgang über die Allmend (18.00 Uhr)


Aktuelles

Engel Wirt verlässt nach acht Jahren das Hotel Engel in Stans

Der Wirt Mario Hug hat den Mietvertrag der
Genossenkorporation Stans im Hotel Engel per 31. März 2011 gekündigt. Nach intensiven acht Jahren will er sich eine Auszeit nehmen.

Der gelernte Koch Mario Hug hat nach der abgeschlossenen Handelsschule als Mitarbeiter auf einer Bank gearbeitet. Danach hat er selbstständig mehrere Gastbetriebe geführt: eine Bar in Langenthal, ein Restaurant in Laufen und das Gasthaus Ochsen in Wolfenschiessen.

Neueröffnung im Oktober 2002

Nach der grossen Umbauphase im Jahr 2002 – dafür wurde der Betrieb rund 6 Monate geschlossen – hat Mario Hug den Engel in Stans als Pächter wieder eröffnet. Die moderne Einrichtung, gemischt mit traditionellen Elementen konnte die lokale und internationale Kundschaft überzeugen. Der Start verlief den Erwartungen entsprechend, die Umsatzentwicklung war erfreulich.

Höhepunkte


Die Zimmerauslastung konnte dank Individualgästen und Kunden von umliegenden Grossfirmen auf durchschnittlich über 60% gesteigert werden – schweizweit liegt diese Auslastung bei rund 50%. Höhepunkte in Stans und im Hotel Engel waren das Innerschweizer Schwingfest und die eidgenössischen Ländlermusiktage im Jahr 2007. Gut genutzt worden ist die Saalinfrastruktur, die über 200 Personen fassen kann. Dies ist nebst der neuen Mehrzweckanlage Turmatt die gastronomisch grösste Einheit in Stans. Vor allem im Herbst und Winter werden Theateraufführungen, Preisverleihungen, Seminare, Konzerte Stanser Musiktage, Seminartagungen, Vereinsanlässe und Firmenanlässe durchgeführt. Einzig die Umsätze im Restaurant sind im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr tiefer ausgefallen.

Benötigt eine Auszeit


Das grosse Engagement im Hotel Engel mit den hohen Präsenz- und Arbeitszeiten stellte die Familie Hug vor eine Belastungsprobe und führte zu Veränderungen im persönlichen Umfeld. „Ich bin ein emotionaler Mensch – viele kumulierten Ereignisse und Veränderungen im persönlichen Umfeld und der stetig wachsende wirtschaftliche Druck belasten mich. Aus diesem Grund habe ich in Absprache mit dem Genossenrat entschieden, auf den nächsten möglichen Termin den Mietvertrag zu kündigen“, begründet Mario Hug seine Entscheidung. Sämtliche Mitarbeiter und Aushilfen wurden bereits informiert.

Entscheid nachvollziehbar


Der Genossenrat der Genossenkorporation Stans akzeptiert die Kündigung. „Der Entscheid über diesen Schritt ist für uns absolut nachvollziehbar“, sagt Engelverwalter Andy Businger. „Berufe in Hotellerie und Gastronomie fordern in einem ganzjährigen Betrieb einen hohen Einsatz, das sind wir uns bewusst. Es bleibt uns der Dank an die Aufbauarbeit und das enorme Engagement von Mario Hug. Wir werden den Engel nun nach den Sommerferien öffentlich auf April 2011 ausschreiben. Unser Wunsch ist, den Engel einem engagierten Gastgeber-Paar übergeben zu können.“

Kontakt Mario Hug                          041 619 10 10 / 079 334 29 74
Kontakt Andy Businger                  079 643 65 63


Informationen zum Hotel Engel


Geschichte des Hotel Engel


Das Hotel Engel in Stans ist bereits im 19. Jahrhundert in Publikationen und Schriften erwähnt. Es bestand immer aus dem Restaurant und einem Saalanbau, der in mehreren Etappen erweitert wurde. In den ersten 50 Jahren im letzten Jahrhundert gab es in der Gemeinde Stans eine grosse Saal-Diskussion, weil der Theatersaal der Theatergesellschaft nicht mehr genügte. Es gab emotionsgeladene Dispute, ob auf der Liegenschaft Tellenmatt, wo heute die Tellenmattschulhäuser stehen, ein Casino gebaut werden soll. Die Wogen wurden geglättet, als die Genossenkorporation Stans die Liegenschaft Hotel Engel erwarb.

Erwerb der Genossenkorporation Stans


Die Genossenkorporation Stans kaufte 1955 die Liegenschaft, renovierte den Restaurantteil und erneuerte den Saaltrakt. 1982 wurden der Saal und die Zimmer über dem Saal renoviert und mit Nasszellen ausgerüstet. 1989 folgten der Küchenumbau und die Terrassenerweiterung. Bis Ende 2002 wurde die Totalsanierung des Altbaus mit den Hotelzimmern, dem Restaurant, dem Säli sowie dem grossen Saal vorgenommen.

Maximalvariante gebaut


Dem Genossenrat lagen vor dem letzten Renovationsbeschluss vier Varianten vor. Sanfte Sanierung, grosse Sanierung, Aufstockung Saal für mehr Zimmer, Saalabbruch und Bau eines Bürotrakts. Beim Entscheid waren sich der Genossenrat und auch die Genossenbürger einig, dass das Hotel Engel weiterhin einen Saal anbieten muss. Dieser bietet 200 Personen bei Banketten oder Generalversammlungen mit Konsumationen Platz, mit Konzertbestuhlung sogar 270 Personen. Der Saal kann zwei Veranstaltungen gleichzeitig aufnehmen. Die eine Hälfte bietet 72 und die andere 90 Bankettplätze. Das Restaurant und das Sääli wurden leicht "geliftet", so dass jedoch der Charakter der Dorfbeiz bewahren werden konnte. Durch das verschiedenartige Raumangebot sollen sich alle Gäste im Hotel Engel wohl fühlen.
 
 
Genossengemeinde 2010
 

Stanser Genossen stehen zur Stanserhornbahn

Die Genossengemeinde entschied einstimmig, ihr Aktienpaket bei der Stanserhornbahn zu verdoppeln. Eine neue Strasse ab dem Kreisel Allmend in Richtung Flugplatz lehnen die Stanser Genossen zum heutigen Zeitpunkt   klar ab.

pd. Die 140 Genossenbürgerinnen und Genossenbürger bekamen an der Genossengemeinde von Genossenvogt Klaus Kayser und Genossenkassier Albert Lussi einen umfassenden Einblick in die vielseitige Geschäftstätigkeit. Im Forstbetrieb ist ein steigender Bedarf an Schnitzelholz festzustellen. Gegenwärtig sind zwei Holzlagerhallen bei der Staudenhütte am Bürgenberg und beim Zelgerrank am Stanserhorn im Bau, um trockenere Schnitzel liefern zu können. Durch die Forstgruppe wurden grössere Jungwaldflächen, bedingt durch den Orkan Lothar, gepflegt. Dazu kommen verschiedene Aufträge von Dritten, welche die sechsköpfige Forstgruppe voll auslastet. Im Berichtsjahr konnten drei Baurechtsnehmer ihre Gewerbebauten in der Riedenmatt und an der Aawasserstrasse in Oberdorf realisieren. Die Baukommission für die Holzverstromung hat ihre Arbeit abgeschlossen. Die Anlage, welche ein Entwicklungsprojekt ist, erbringt noch nicht die volle Leistung, zeigt in der Rechnung aber aufsteigende Tendenzen. Die Alp Ober-Kneu am Stanserhorn-Südhang bekommt ab diesem Jahr mit Anton Häfliger aus Ebersecken einen neuen Pächter. Die Genossenrechnung ergab einen Jahresgewinn von rund 300'000 Franken, so dass die übliche Genossame beschlossen werden konnte.

Stabilität im Genossenrat

Bei den Wahlen wurden die bisherigen Genossenräte Albert Lussi, Oberdorf, Norbert Fischer, Oberdorf und Urs Gut, Stans für weitere vier Jahre bestätigt. Klaus Kayser in der Funktion als Genossenvogt und Albert Lussi als Genossenkassier erhielten unter Applaus für weitere zwei Jahre das Vertrauen. Bernadette Kaiser-Lussi wird weitere vier Jahre als Genossenschreiberin wirken, wie auch Franziska Camara-Imboden als Revisorin und Ernst Lussi als Genossenweibel.
 
Klarer Entscheid für "eysi Bahn"

Das neue Bahnprojekt für die Stanserhornbahn wurde durch die Genossenbürger Josef Gut, der im Verwaltungsrat der Bahn ist, und Martin Gut, welcher als Projektleiter wirken wird, erläutert. Dazu erklärten Klaus Kayser und Albert Lussi die Meinung des Genossenrates. Schon 1893 beim Bau der Stanserhornbahn zeigte sich die Genossenkorporation offen für die touristische Entwicklung am Stanserhorn. 1973 war sie mit ihrer Aktienzeichnung zusammen mit der politischen Gemeinde die tragende Stütze, stand doch sogar die Stilllegung der Bahn zur Diskussion. Gestützt auf die Bedingungen der neuen Aktienzeichnung für die Cabrio-Bahn haben Aktienbesitzer das Anrecht, mindestens wieder so viele Aktien zu zeichnen wie sie bereits haben. Nach Fragen aus der Versammlung entschied diese einstimmig, das Paket von 1107 Aktien zu verdoppeln und dafür die 1200 Franken pro Aktien zu bezahlen. «Es ist ein emotionaler Entscheid, der beweist, dass wir zu unserem Stanserhorn stehen, denn wir wissen, dass wir auf die bisherigen Dividenden für viele Jahre verzichten müssen», erklärte die Revisorin Franziska Camara-Imboden den Entscheid. Unbestritten blieb der Antrag des Genossenrates, das Hotel Engel dem Wärmeverbund untere Kniri Stans anzuschliessen.  
 
Nein zu einer neuen Erschliessungsstrasse

Seit dem Jahre 2004 steht in Verbindung mit der industriellen Entwicklung im Raume Flugplatz und Fadenbrücke in Buochs eine neue Erschliessungsstrasse ab der Kreuzstrasse im Raume. «Von Beginn weg hat sich der Genossenrat gegen eine solche Strasse geäussert, was aber bei den Initianten nie wirklich ernst genommen wurde», erklärte Genossenvogt Klaus Kayser. Im Dezember 2009 wurde in Verbindung mit der neuen Raumordnung und der Schaffung der Zone unter dem Titel «Arbeitsgebiet von kantonaler Bedeutung» dieses Strassenprojekt ab dem Kreisel Allmend erneut aktualisiert. Der Genossenrat wehrt sich zum heutigen Zeitpunkt gegen diese neue Strasse, nachdem es auch möglich ist, das Gebiet Fadenbrücke mit den Hallen 2 und 3 von der Kantonsstrasse her über die Engelbergeraa zu erschliessen. Der Genossenrat ist der Meinung, dass ein in sich geschlossenes landwirtschaftliches Gebiet nicht mit einer Strasse durchschnitten werden darf. «Eine solche Strasse und dazu noch durch ein Arbeitsgebiet von kantonaler Bedeutung, wie es gegen den Willen der Genossenkorporation Stans festgeschrieben wurde, ruft automatisch nach Überbauung», so Klaus Kayser weiter. In einer Konsultativ-Abstimmung unterstützte die Versammlung einstimmig die Haltung des Genossenrates.


Ausflug 6./7. Juni 2009 nach Genf
 
Stanser Genossen neu im Weinbau tätig?

Der Genossenrat Stans gönnte sich Anfangs Juni 2009 mit seinen Partnern und Partnerinnen ein zweitägiges Weekend im Kanton Genf. Dazu gab es zwei besondere kulturelle Höhepunkte. Der Kanton Genf schenkt den Deutschschweizer Gemeinden einen Rebstock, der jährlich mindestens eine Flasche Wein produziert, die jeweils dem Gemeindepräsidenten zugestellt wird. Mit wem er diesen Wein geniessen wird ist in keiner gemeinderätlichen Verordnung festgelegt. Zu diesem Recht kommen auch die Korporationen, welche ja bis 1850 die Aufgaben der heutigen Gemeinden erfüllt haben.

Am Samstag, 6. Juni 2009, punkt 12.00 Uhr, durfte der Stanser Genossenvogt Klaus Kayser zusammen mit Monsieur Convers, Sekretär des Landwirtschafts- und Umweltdepartements des Kantons Genf, das Namensschild der Genossenkorporation Stans mitten im Weinbaugebiet des Kantons Genf in die Erde stecken. Diese Ehre kam bis jetzt aus Nidwalden einzig dem Gemeinderat Ennetmoos zu. Ein kurzer Spaziergang durch den Weinberg in Bernex, selbstverständlich verbunden mit einer ausgedehnten Weinprobe, ergänzt mit Genfer Spezialitätengebäck, Wurst- und Fleischspezialitäten, machten diesen Weiheakt selbst für die Nidwaldner Milch- und Obstbauern zum besonderen Erlebnis. Dass die Landwirte auch in Genf nach Alternativen suchen, zeigte am Sonntag der Besuch in Sézegnin an der französischen Grenze bei Weinbauer Stéphane Gros. Dieser hat seinen grossen Kuhstall in eine Wein-Kelterei umgewandelt und sich zum Weinbauer mit verschiedenen Spezialitätsweinen entwickelt. Er hofft natürlich, dass es nie zu einer Wein-Kontingentierung kommt.

In zwei Führungen durch die Stadt Genf, vorbei an den vielen stattlichen Gebäuden von internationalen Organisationen und anderseits durch die reizvolle Altstadt wurde die Geschichte und die Gegenwart gleichzeitig präsent. Waren es einst Stadtmauern die Schutz und Wehr bedeuteten, so ist heute die Stadt wie der Kanton Genf ein Schmelztigel von Nationen, wobei der Ausländeranteil rund vierzig Prozent ausmacht. Mit den vielen Diplomaten und Verwaltungsexperten beweisen der Kanton und die Stadt Genf, dass man friedlich miteinander leben kann.


Genossengemeinde 2009

Erweiterung des Forstwerkhofes

Genossenvogt Klaus Kayser konnte 149 Genossenbürgerinnen und Genossenbürger zur ordentlichen Genossengemeinde begrüssen. Sein Jahresbericht zeigte die vielfältige Arbeit in den Ressorts wie Landwirtschaft, Liegenschaften sowie Hotel Engel, Forstwirtschaft oder dem neuen Ressort Holzverstromung auf. In den letzten Tagen starteten zwei Baurechtsnehmer der Genossenkorporation mit dem Bau ihrer Gewerbebauten und zwei andere stehen vor dem Abschluss ihrer Planung. «Dies ist der Beweis, dass die Korporation eine Förderin der Wirtschaft ist», erklärte Genossenvogt Klaus Kayser. Dem Genossenrat ist auch das Naherholungsgebiet Stanser Allmend ein Anliegen. Alle die das Fällen von sieben Nussbäumen bedauern, haben die Zusage des Genossenrates, dass mindestens wieder sieben Nussbäume gesetzt werden.
Im Kassenbericht ging Genossenkassier Albert Lussi besonders auf die Bauabrechnung der Holzverstromung ein. Der bewilligte Baukredit von 16 Millionen Franken wurde um 5,6 Prozent, rund 900'000 Franken, überschritten. Da es sich um ein Pilotprojekt handelt, wurden bereits in der Bauphase erkennbare Verbesserungen ins Projekt aufgenommen.   Inzwischen ist auch der Betrieb der Holzverstromung in die ordentliche Verwaltungsrechnung eingebunden, welche mit einem Gewinn abschliesst.

Energieholz besser pflegen

Die Korporation Stans selber hat 460 Hektaren Wald. Waldchef Josef Lussi und Betriebsförster Ueli Barmettler gaben Einblick in die wachsende Bedeutung von Energieholz. Trockene Waldholzschnitzel haben einen höheren Energiewert und schonen auch die Heizanlagen. Die Korporation hat zwei grosse Abnehmer von Waldholzschnitzel, nämlich die Schulgemeinde Stans und die Holzverstromung sowie verschiedene andere Abnehmer. Um diese optimal bedienen zu können, bewilligte die Genossengemeinde ein Konzept für die Erweiterung des Forstwerkhofes mit einem Kredit von 493'500 Franken. Das Konzept sieht vor, bei der Stuidähitte am Bürgenberg eine Halle für die Lagerung von Waldholzschnitzel und Brennholz zu erstellen. Beim Zelger-Rank an der Waldstrasse am Stanserhorn wird ein gedeckter Lagerplatz für Rundholz erstellt. Diese zwei Standorte sind auch im Winter problemlos erreichbar.


Ausserordenliche Genossengemeinde 2008

Neue Gewerbebauten an der Aawasserstrasse in Oberdorf

ry. An der ausserordentlichen Genossengemeinde der Korporation Stans stand am Donnerstag 6. November 2008 das Gewerbegebiet zwischen der Firma Schallberger und der Swissint an der Aawasserstrasse im Mittelpunkt. Zwei Baurechtsnehmer wollen dort ihre Gewerbebauten erweitern oder neu ansiedeln. Die Firma Gebrüder Kuster AG, Stans, wird auf einer Fläche von zirka 1700 Quadratmetern zwischen der Riedenstrasse und der Holzverstromungsanlage ein Werkhofgebäude für den Gartenbaubereich erstellen. Die Landmaschinenfirma Leo Schallberger AG und die Firma Zelger + Scheuber Autoelektro AG, Stans, werden gemeinsam auf der Fläche von zirka 5400 Quadratmetern ihre Unternehmen erweitern. Beide Baurechtsgesuche wurden durch die Genossengemeindeversammlung bewilligt. Genehmigt wurde der Landabtausch zwischen den Liegenschaften Kniri Allmend im Eigentum der Genossenkorporation und der Liegenschaft Eggenburg von Fredi Flühler. Verursacht wird dieser Landabtausch von 3095 Quadratmetern im Verhältnis 1 zu 1 durch das Hochwasserschutzprojekt Kniri-West. Nach den geschäftlichen Traktanden wurde die Versammlung über den Stand und die Baukostenrechnung der Holzverstromungsanlage durch den zuständigen Genossenrat Urs Gut und Genossenkassier Albert Lussi informiert. Der Kostenvoranschlag von 16 Millionen Franken wurde um 5,6 Prozent überschritten und die Anlage produziert seit Januar 2008 Strom mit steigender Tendenz.


Genossengemeinde 2008: Cornelia Durrer Zurkirch neue Genossenrätin

Die Stanser Genossen haben zwei weitere Baurechte bewilligt. Die Rechnung machte wegen der Holzverstromungsanlage einen grossen Bilanzsprung.
Die Stanser Genossengemeinde war mit 166 Personen sehr gut besucht. Genossenvogt Klaus Kayser gab Rechenschaft über die verschiedenen Ressort der Korporationsverwaltung. Das Jahr 2007 war geprägt durch den Bau der Holzverstromungsanlage, wurde doch ein Kredit von 16 Millionen Franken verbaut. Dieser neue Tätigkeitsbereich schlug sich auch in der Rechnung nieder, ist doch die Bilanz von 18 auf 30 Millionen angewachsen. Die eigene Forstgruppe war aktiv für die Jungwaldpflege in den Lothar-Flächen, schlug zudem 2400 Kubikmeter Holz. Wanderer und vor allem die Biker freuen sich am Abschluss der Sanierung der Waldstrasse am Stanserhorn, welche durch die Aufräumungsarbeiten des Lotharschadens stark gelitten haben. Ein anderes Thema im Rechenschaftsbericht war die neue Nutzung des Flugplatzes. Der Genossenrat hat Einsprache gegen verschiedene Fakten im Konzept und der entsprechenden Betriebsbewilligung für den Flugplatz eingereicht. Die Korporation Stans wurde im Jahre 1963 bei der Flugplatzerweiterung durch das Bundesgericht enteignet. "Wir stellen uns auf den Standpunkt, dass Boden der nicht mehr für die Flugwaffe benötigt wird, an die Enteigneten zurück gegeben werden muss", erklärte Klaus Kayser.


Wahlen und Baurechte

Bei den Wahlen trat die Papeteristin und Geschäftsfrau Ursula von Matt nach 12 Jahren zurück. An ihrer Stelle wurde wieder eine Stanser Geschäftsfrau, nämlich die Drogistin Cornelia Durrer Zurkirch, in den Genossenrat gewählt. Die übrigen zur Wahl stehenden Ratsmitglieder Josef Lussi, Andreas Businger und Klaus Kayser wurden als Genossenräte bestätigt. Klaus Kayser als Genossenvogt, Albert Lussi als Genossenkassier und Benno Lussi als Revisor wurden für diese Funktionen ebenfalls in Pflicht genommen.
Der Allfi AG, Wasserstrahl Schneidetechnik, Stans, wurde auf der Riedenmatt eine Baurechtsparzelle von 3520 m2 zugesprochen. Der Kanton Nidwalden will in der öffentlichen Zone Wiler Allmend, ein Verwaltungsgebäude für den Bevölkerungsschutz errichten. Ein Teil des beanspruchten Landes ist im Eigentum des Bundes, der andere der Korporation Stans. Die Genossengemeinde beschloss, die Parzelle des Bundes zu erwerben um dann dem Kanton ein Baurecht für rund 3500 m2 zu erteilen. Dieser Handel wird erst rechtskräftig, wenn der Landrat den Baubeschluss für das Verwaltungsgebäude genehmigt.


Genossengemeinde 2007: Baurechte für drei Einheimische

Die Genossenkorporation Stans setzt auf einheimische Betriebe und gibt diesen durch die Erteilung von Baurechten die entsprechenden Entwicklungsmöglichkeiten.

Die 164 anwesenden Genossinnen und Genossen konnten an der Genossengemeinde unter der Führung von Genossenvogt Klaus Kayser ein gutes Geschäftsergebnis zur Kenntnis nehmen. Der Rechenschaftsbericht gab Einblick in die vielfältige Tätigkeit der Genossenkorporation, die sich vor allem in der Wald- und Landschaftspflege, aber auch in verschiedenen Dienstleistungsgebieten zeigt. Mit dem Projekt Holzverstromung Nidwalden, für das die Bauarbeiten begonnen haben, hat sich die Genossenkorporation ein ambitiöses Pilotprojekt auf die Fahne geschrieben. Am 1. September 2007 soll Wärme durch die dicken schwarze Rohre, die im Gebiet Allmend und Kreuzstrasse verlegt werden, und am 1. Dezember 2007 soll Strom aus der Holzverstromungsanlage fliessen.

Kreisel Kreuzstrasse und Allmend
Im Gebiet Kreuzstrasse und bei der Ausfahrt der Autobahn aus Richtung Buochs erteilte die Genossengemeinde die Zustimmung zu kleineren Landabtretungen, damit die Kreisel Kreuzstrasse und Allmend gebaut werden können. Den Pilatus Flugzeugwerken AG wurden weitere 7000 m2 Land im Baurecht abgetreten. Damit umfasst die vor einem Jahr bereits bewilligte Fläche das Land zwischen dem jetzigen Pilatusareal und der Ennetbürgerstrasse. Die neu geplante stützenfreie Produktionshalle hat die Verlegung der Zufahrt zur Liegenschaft Ächerli zur Folge.

Neue Gewerbetriebe in Oberdorf
In der Gemeinde Oberdorf werden sich auf der neu erschlossenen Parzelle an der Riedenstrasse die beiden Stanser Unternehmen ALLFI AG, Spezialfirma für Wasserstrahl-Schneidtechnik, sowie Achermann AG, Sanitär Heizung Solar, ansiedeln. Den Baurechtsgesuchen der beiden Unternehmen wurde einstimmig zugestimmt. Der Genossenrat erhielt die Kompetenz, ab dem Hauptnetz des Wärmeverbundes neue Abonnenten anzuschliessen und die entsprechenden Zuleitungen zu beschliessen.

Nach 19 Jahren, wovon zwei Jahre als Genossenrat und 17 Jahre als Genossenschreiber, wurde Werner Flury verabschiedet. Seine Nachfolgerin ist Genossenschreiberin Bernadette Kaiser-Lussi, Oberdorf, welche bereits vor einem Jahr gewählt wurde.



Rotzbergbach - das jüngste offene Gewässer

In Verbindung mit der Sanierung der Abwasserentsorgung im Wohnquartier Rotzberg werden dank dem Entgegenkommen der Genossenkorporation die Oberflächenabwasser nicht mehr in einer Rohrleitung sondern in einem offenen Gewässer in den Galgenriedbach geführt.

Eigentlich ist die Genossenkorporation Stans mit der Unterhaltspflicht an offenen Gewässern zur Genüge eingedeckt. Nicht weniger als fünf Bäche fliessen durch das Korporationsland. Der Bürgenbergkanal, der kürzlich renaturiert wurde, der Schwybogenbach, der Mühlebach, der Gerbibach und der Galgenriedbach sind durch die Nutzbarmachung der Allmend die Sammelbäche für die vielen Drainageleitungen die das Wasser ableiten. Dazu ist der Kniribach im Gebiet Wasserplatten zu erwähnen, der beim letzten Unwetter im August 2005 wieder einmal seine Gewalt demonstrierte.



Wieder ein Bächlein mehr

Im Gebiet Rotzberghostatt wurde mit der Melioration nach dem ersten Weltkrieg ebenfalls ein umfassendes Drainagenetz eingelegt und das Wasser in unterirdischen Leitungen zum Galgenriedbach geführt. In den letzten Jahren hat ein Umdenken stattgefunden und eingedolte Wasserläufe werden soweit möglich wieder offen gemacht. Bei der Bearbeitung des Wasserentsorgungsproblems im Wohngebiet Rotzberg kam der Gedanke auf, die Hauptleitung für das Drainagewasser, welche von der EW-Station zum Galgenriedgraben führt, zu öffnen. Dazu brauchte es das Einverständnis des Grundeigentümers, der Genossenkorporation Stans. Der Genossenrat liess sich von dieser Renaturierung bereits beim ersten Gespräch überzeugen. Landpächter Walter Zimmermann hatte übrigens vor Jahren Vorarbeit geleistet. Er war der erste Pächter im Gebiet Galgenried, der mit der Pflanzung von zwei Hecken für Vernetzung sorgte, als dieses Postulat bei Behörden kaum in den Mund genommen wurde. Anstelle einer dieser Hecke fliesst jetzt der Rotzbergbach, oder taufen die Bewohner am Rotzberg dieses Bächlein anders, durch das Gelände. Im Auftrage der Gemeinde Stans durfte die Forstgruppe der Genossenkorporation Stans dieses rund 200 Meter lange offene Gewässer selber bauen. Die Uferpartien werden wieder durch niedrige Sträucher bestockt. Dies alles geschah auch unter der Aufsicht von Markus Bolz, dem Verantwortlichen für offene Gewässer beim Amt für Umweltschutz Nidwalden. Wer diesen Bach heute sieht, staunt über die Wassermenge die aus dem Rotzberghang und dem Gebiet des Wohnquartiers Rotzberg dem Galgenriedbach und letztlich dem Alpnachersee auch ausserhalb von Regenperioden zufliesst.