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Nach dem Sturm – Nidwaldner Filmpremiere

26. Apr. 2019
20:00 Uhr
Länge: ca. 120 Minuten. Ab 19.30 Uhr: Barbetrieb. 20.00 Uhr: Vorführung

Ort:
Chäslager Stans
Alter Postplatz 3
6370 Stans
Preise:
CHF 15.00 / 12.00
Organisator:
Chäslager Stans
Kontakt:
Rene Burrell
E-Mail:
info@chaeslager.ch
Anmeldung:
https://www.chaeslager-kulturhaus.ch/eventdetails/nidwaldner-film-premiere-nach-dem-sturm.html
Website:
http://www.chaeslager-kulturhaus.ch/eventdetails/nidwaldner-film-premiere-nach-dem-sturm.html


Es war vor 50 Jahren: Die 68er Jahre haben die Metropolen der Welt in Aufruhr versetzt. Doch, bislang noch wenig beachtet: Auch die Peripherie wurde von gesellschaftlichen Erschütterungen erfasst. So auch die Innerschweiz. Erstaunen konnte das eigentlich nicht. Hier waren die gesellschaftlichen Verhältnisse besonders unverrückbar zementiert, die Tradition, auch durch den Katholizismus geprägt, war bislang unantastbar. Diese Enge wurde von der Jugend zunehmend als erdrückend empfunden. Ab 1969 kam es überall in der Innerschweiz zu Ausbrüchen, kollektiven und individuellen. Ein Kunstskandal schockierte Stans. In Uri versuchten Armeegegner das Militär abzuschaffen. In den Klosterschulen kamen dem Katholizismus die besten Köpfe abhanden. In jener von Einsiedeln gründete Thomas Hürlimann, der spätere Schriftsteller, einen «Atheistenclub». In Zug begann Jo Lang, der wegen fremder Weltanschauung aus dem Kollegi von Sarnen geflogen war, den Kampf gegen den Rohstoffhandel. Der lauteste Knall jedoch erschütterte Luzern.

«Krawallorgie in Luzern» (Blick-Titelseite), Januar 1969: Erstaunt, ja verängstigt schraken Anfang 1969 die Einwohner von Luzern aus ihrer Beschaulichkeit auf. Eine Horde Jugendlicher, «Krawallbrüder», «Halbstarke» oder auch nur «degenerierte Menschen» genannt, versuchte in einer Januarnacht den Polizeiposten zu stürmen, beobachtet und angefeuert von einer mehrhundertköpfigen Menge. Sowas hatte es in der schönen, etwas selbstverliebten Touristenstadt zuvor nie gegeben. Es war der gewalttätige Ausdruck eines Konfliktes zwischen Jung und Alt, zwischen Unten und Oben.

In allen Zentralschweizer Kantonen kam es nach 1968 zu Aktionen des Aufbegehrens: in Nidwalden, Obwalden, Uri, Schwyz und Zug - zu Konflikten zwischen Aufbruch und Tradition. Was ist aus diesem Aufbruch, den damaligen Wortführern und ihren Gegenspielern, ein halbes Jahrhundert später geworden? «Nach dem Sturm» - ein filmisches Zeitgemälde aus dem Innern der Schweiz.

Ein Film von Beat Bieri und Jörg Huwyler.

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